Wie wichtig Schmerzen und das Spielen sind, erfährst du hier. Was entdecken wir durch das Sitzen, das Seufzen und das Schreiben über uns?
Schmerz
Der Schmerz ist die Sprache des Körpers, dass ein Ungleichgewicht herrscht und ist ein überlebensnotwendiger Hinweis, dass unser Körper in Gefahr ist.
Der Ursprung des Schmerzes kann unterschiedlicher nicht sein. Eine schlechte körperliche Haltung, Dauerbelastung durch anatomisch unpassende Arbeitsbedingungen, ein traumatisches, schockierendes Erlebnis und damit verbundenen belastende Emotionen, ungesunder Umgang mit der eigenen Gesundheit, …….
Auf jeden Fall ist der Schmerz ein Hilferuf unseres Körpers, etwas zu ändern. In der TCM, dem, was wir in der westlichen Welt darunter verstehen, sind zum Beispiel wandernde Schmerzen ein Zeichen für ein Ungleichgewicht im Holzelement, im LeberMeridian.
Im Hyperton-X lösen wir Muskeln und Gewebe, die in der Anspannung steckengeblieben sind und dadurch Schmerzen verursachen können.
Schmerz ist aber auch ein wichtiges Signal. Hätten wir kein Schmerzempfinden, würden wir grobe körperliche Verletzungen womöglich erst bemerken, wenn es zu spät ist. So ist auch die Schmerzgrenze bei jedem Menschen an einer anderen Stelle der Skala zwischen „Geht noch“ und „Halt ich nicht mehr aus!“.
Wir kennen auch einen angenehmen Schmerz. Das ist der, der eine Verbesserung nach sich zieht. Das tut auch weh, aber es tut „gut“ weh. Wenn bei einer Massage oder bei der Faszienarbeit Verspannungen und Verklebungen gelöst werden. Wer´s noch nicht erlebt hat, …. 😊😉
Mein AkupressurTipp:
Hauptschmerzpunkt ist Di 4 (Dickdarm 4) am Handrücken im Winkel zwischen Daumen-und Zeigefinger-Mittelhandknochen, Druckrichtung Zeigefinger.
Spielen
Das Spiel im ursprünglichen Sinn ist ein wichtiger Bestandteil unserer Entwicklung.
Kinder lernen beim Spielen den Umgang mit ihrem Körper, mit ihren Gefühlen und entwickeln soziale Kompetenzen. Sie koordinieren Bewegungsabläufe, nehmen sich selbst und die Umwelt aus verschiedenen Perspektiven wahr. Sie stoßen an Grenzen, lernen, diese auszuhalten oder zu überwinden.
Ich schreibe hier vom echten Spiel in der realen Welt. Nicht vom Spiel auf elektronischen Geräten. Die bewirken eher das Gegenteil.
Meine Kinder hatten in der Volksschule noch BuchstabenTage. Da wurde jeder Buchstabe mit allen Sinnen gelernt – geformt aus Plastillin, geschnitten mit Schere und Papier, gegessen in Form von Kuchen, gebastelt mit Wollfaden auf Papier, gestempelt und vieles mehr. Da konnten die Kinder den Buchstaben in vielen Formen begreifen.
Im Spiel wird die Grob- und Feinmotorik geübt. Das sind notwendige Entwicklungsschritte, die nicht nur fürs Lesen, Lernen, Schreiben und Rechnen Voraussetzung sind.
Im Brain Gym® werden viele dieser Kompetenzen ins Gleichgewicht gebracht. Eine andere Kinesiologie-Methode, „EWiKi, die Entwicklungskinesiologie“ kümmert sich um mögliche Versäumnisse in der menschlichen Entwicklung ab der Empfängnis.
Seufzen
Das Stöhnen und Seufzen ist der stimmliche Ausdruck des WasserElementes.
Im Touch For Health wird mit der TonBalance gearbeitet. Jedem der fünf Elemente ist ein Ton zugeordnet. Schreien, Lachen, Singen, Weinen und Stöhnen. Bei dieser Balance werden die Elemente über die Töne im Ernährungs- und im Kontrollzyklus wieder ins Gleichgewicht gebracht.
Wir kennen das Seufzen vielleicht von Kindern, wenn sie ganz lange geweint haben. Danach kommen noch ein paar Schluchzer, bis es wieder ganz gut ist. Bei mir selbst habe ich nach dem überraschenden Tod meiner Mutter in manchen Momenten ein „unmotiviertes Seufzen und Schluchzen“ bemerkt. Jedes einzelne war für mich wieder ein Schritt weiter in der Verarbeitung meiner Trauer.
Nach bestimmten Ereignissen kann das Seufzen vermehrt vorkommen. Ungesund wird es, wenn es chronisch wird und bleibt. Wenn wir nicht mehr aus dem Seufzen und Stöhnen herauskommen und das Seufzen unseren Alltag begleitet. Dann sollten wir den Grund für unsere tiefsitzende Traurigkeit herausfinden. Am besten geht das mit Hilfe von außen.
Schreiben
Das Schreiben ist eine Fähigkeit, die uns Menschen auszeichnet. Es ist eine besondere Ausdrucksform. Dabei machen wir unsere Gedanken für uns selbst und für andere sichtbar.
Wie schnell denken wir! Nur Bruchteile von Sekunden dauert es, bis wir schon zum nächsten Gedanken weitergesprungen sind. Oft, bevor wir den einen zu Ende gedacht haben. Manche Gedanken verschwinden überhaupt irgendwo im Oberstübchen, wenn wir sie nicht sofort aufschreiben. Die kommen erst dann wieder zum Vorschein, wenn wir sie grad gar nicht brauchen können oder sie bleiben auf immer und ewig verschollen.
Nicht so das Papier, das geduldig unsere Gedanken aufnimmt und bewahrt, bis es selbst zu Staub und Asche zerfällt.
Das Schreiben ermöglicht uns, Ordnung in unsere Gedanken zu bringen. Während ich meine Gedanken niederschreibe, überprüfe ich, ob das auch wirklich so ist, was ich da schreibe. Es macht meine Gedanken klarer, weil erstens sichtbar, und weil ich mir die Zeit nehme(n muss), fertigzudenken, bevor mich der nächste Gedanke überrollt.
Zum Schreiben brauch ich motorische Fertigkeiten. Ist die Entwicklung von der Grobmotorik zur Feinmotorik noch nicht gelungen, wird der Stift in der Hand eher zur Waffe als zum Schreibgerät.
Die Handhaltung beim Schreiben kann Auskunft geben, ob wir ursprünglich Rechts- oder Linkshänder gewesen wären. Auch heute noch gibt es Menschen, die mit der „schwachen“ Hand schreiben, obwohl sie niemand dazu gezwungen hat, so wie es leider früher oft passiert ist.
Auch die Kopf- und Körperhaltung beim Schreiben geben Auskunft über die Arbeit im Mittelfeld, die Arbeit der Augen und über den spielerischen Wechsel von einer Seite zur anderen über die Mittellinie.
Mehr darüber erfährst du in den Brain Gym® Kursen und vor allem in der „Optimalen Gehirnorganisation OGO/OBO“, die auch im Movinginstitut Graz von Herrn Mag. Christian Dillinger unterrichtet wird.
SitzZwerg und Wissensriese
Hast du dich auch schon manchmal bei der Einschätzung der Körpergröße eines sitzenden Menschen getäuscht?
Kennst du die „Sitzriesen“ und „SitzZwerge“? Der eine ist sitzend größer als viele andere, weil er einen langen Oberkörper hat. Der andere ist kleiner aufgrund eines kurzen Oberkörpers. Wenn beide aufstehen, entscheidet die Beinlänge, wer in Wirklichkeit größer ist. Ein SitzZwerg mit langen Beinen kann dann immer noch größer sein als ein Sitzriese mit kurzen Beinen.
Hast du auch schon von Wissensriesen und Tat-Zwergen gehört?
Wissensriesen haben ein riesiges Repertoire an Wissen. Sie haben wahrscheinlich schon zahlreiche Ausbildungen und Kurse absolviert und enormes Wissen gesammelt.
Schade ist es, wenn sie auch Tat-Zwerge sind. Wenn sie von ihrem Wissen keinen Gebrauch machen und nicht oder nur schwer ins Tun und in die Anwendung des Gelernten kommen.
Menschen, die eine schier unüberbrückbare Kluft zwischen Theorie und Praxis, zwischen angehäuftem Wissen und dessen Anwendung haben, finden in der Kinesiologie Unterstützung, endlich ins sinnvolle Tun zu kommen.
Für SitzRiesen und SitzZwerge hab ich diesen Tipp:
Achte auf gute, locker aufrechte Haltung, egal, wie groß du bist.





