Nanu, der Murtaler KinesioFuzz erzählt vom „R“

Nanu, der KinesioFuzz erzählt vom R

Ums Riechen, die Reaktion, Ren Mai, die Rage und die Raumpunkte geht es in meinem 18. Blogartikel vom Murtaler KinesioFuzz, der vom „R“ erzählt.

Das Riechen

Hier findest du einen Auszug aus meiner Diplomarbeit „ Bleib gelassen in turbulenten Zeiten mit der Kraft der Zirbe und der Narde“ anlässlich meiner Ausbildung zur Aromafachberaterin.Deckblatt der Diplomarbeit zu Gelassenheit in turbulenten Zeiten mit der Kraft der Zirbe und der Narde

4.3. Das Riechen

Es ist eine Fähigkeit, die für unser Überleben notwendig ist. Wir riechen schneller als wir denken können. Das Riechen passiert hinter der Nasenwurzel im Nasendach in der Riechschleimhaut mit den Riechrezeptoren. Vor dort gelangt der Duft über den Riechnerv in den Riechkolben und weiter ins Limbische System. Findet das Sehen nur in der Sehrinde und das Hören nur in der Hörrinde statt, werden beim Riechen viele Teile des Gehirns aktiv. Das ist für mich ein Zeichen, wie wichtig das Riechen für uns ist.

Wir betreten einen Raum, wir treffen eine Person und wir wissen, lange bevor wir darüber nachdenken können, ob wir uns wohlfühlen oder sie/ihn „riechen können“ = sympathisch finden. Das grenzt an ein Wunder!

4.3.1. Das Limbische System

Es ist ein uralter Teil unseres Gehirns, Stammhirn, dort, wo wir nicht überlegen = denken, sondern wo es JA und NEIN gibt. Blitzschnell fällt hier die Entscheidung: Mag ich, mag ich nicht. Schadet mir, hilft mir. Da, wo unsere Erinnerungen gespeichert sind und wo die Emotionen, unser Antrieb und das Gedächtnis gesteuert werden.

4.4. Was wir riechen

Es sind Chemikalien. Wir können faulig, aromatisch, süßlich, fruchtig und alkoholisch riechen. Entscheidend dafür, ob wir einen Geruch mögen, ist

✓ die chemische Zusammensetzung

✓ die Konzentration – zu viel stinkt, weniger wirkt angenehm

✓ schlechte Erfahrung und

✓ unsere Erwartungshaltung – self fulfilling prophecy – es riecht wie erwartet

Am Rande bemerkt: Wir riechen auch den „Geschmack des Essens“. Bei ganz starker Verkühlung oder verstopfter Nase oder bei zugehaltener Nase können wir nicht erkennen, was wir essen. Da schmecken wir nur süß, sauer, bitter, salzig und umami.

Raumpunkte

Die Raumpunkte sind eine Energieübung der 26 Brain Gym® Bewegungen zur Dimension der Zentrierung, Organisation und sensorischen Erinnerung.

Dazu berühren wir mit Zeige- und Mittelfinger einer Hand den Bereich zwischen Oberlippe und Nase. Die andere Hand liegt auf dem unteren Rücken im Bereich der Lendenwirbel bzw. des Sacrums. Nach Möglichkeit zeigen die Fingerspitzen in Richtung Boden. Die Augen machen eine Bewegung nach oben und vorne und wieder zurück, als würdest du einen Ball in hohem Bogen von dir wegfliegen lassen und wieder zurück. Nach einigen Atemzügen werden die Punkte mit der anderen Hand gehalten.

Mit den Raumpunkten fördern wir die Arbeit im Mittelfeld, das Lesen, den Wechsel zwischen Sehen im Nah- und Fernbereich und vieles mehr.

Raumpunkte - eine Brain Gym Übung für mehr Energie und Stabilität

Re-Agieren

Reagieren ist eine Antwort. Es ist keine eigenständige Idee, die mir gerade eingefallen ist. Ich reagiere auf eine Notwendigkeit. Weil der Betrieb sonst nicht mehr reibungslos weiterläuft. Das kennen wir auch im Touch for Health als „Reaktive Muskelverkettungen“ oder „Muskelkombinationen“.

Dabei gibt es einen Muskel, Reaktor genannt, der in seiner Arbeit darauf reagiert, dass andere Muskeln, Reaktive genannt, ihre Arbeit eingestellt oder zurückgenommen haben. Diese reaktiven Muskeln, die nicht mehr ihrer Arbeit nachkommen, tun dies aufgrund von Verletzungen, Fehlhaltung, Überbeanspruchung, eingespeicherten belastenden Emotionen etc.

Welcher Muskel der Reaktor und welche die Reaktiven sind, wird mit dem kinesiologischen Muskeltest festgestellt.

Der Ausgleich erfolgt dadurch, dass der Reaktor-Muskel, der sofort anspringt und die Arbeit übernimmt, für ein paar Sekunden geschwächt bzw. abgeschaltet wird. Dadurch erinnert er sich wieder an seine ursprüngliche Funktion und seine wahre Bestimmung vom Anspannen und Entspannen. Die reaktiven Muskeln lernen dabei, dass ihr Einsatz jetzt wieder gefragt ist und sie aufgefordert sind, ihre Aufgabe zu übernehmen.

Nach dieser Korrektur sollten alle beteiligten Muskeln wieder in ihrer Kraft sein. In seltenen Fällen sind die reaktiven Muskeln zusätzlich noch zu stärken.

Die Arbeit mit „Reaktiven Muskelkombinationen“ wird im Touch for Health Teil 3 unterrichtet.

Rage

In Rage sein bedeutet wütend sein, aufgebracht sein, erbost, mehr als aufgeregt.

Wut wird nicht gern gesehen und auch nicht gern rausgelassen. Viele meiner Klienten sind ihrer Aussage nach selten wütend. Einige können die stets vorhandene Energie in positive Aktivität und Wachsamkeit umwandeln. Dabei hilft Achtsamkeit mit sich selbst und die Beobachtung der eigenen Reaktionen. Andere kompensieren das Zurückhalten der stets vorhandenen Energie, die einfach mal raus muss, mit innerem Druck, z. B. mit Migräne, sobald der äußere Druck loslässt.

Die Emotionen und Töne im ElementeRad der TCM, der Traditionellen Chinesischen Medizin

Wut ist die Steigerung der Emotion Ärger, die dem Holz-Element zugeordnet wird. Es ist eine explosive Kraft, die sich spontan ausbreiten und auch Schaden anrichten kann. Sie gehört zu unserem Leben genauso dazu wie die Freude, das Mitgefühl, die Trauer und die Angst.

Wut kann auch hilfreich sein. Sie kann Türöffner für Neues sein. Wie ein Löwenzahn, der aus der dunklen feuchten Erde durch den Asphalt hindurch in die Freiheit ausbricht, der Sonne entgegen, trotz aller Warnungen.

Wie in der Medizin macht auch hier die Dosis das Gift.

Ignorierst du dieses Gefühl, zeigt es sich an anderer Stelle – Energie verschwindet nicht.

Nimmst du zu viel davon, ist es schädlich für dich und deine Umwelt.

Drum verwende es als Schwungrad und Kick für den letzten Schritt zur Veränderung in die richtige Richtung! Du hast es selbst in der Hand.

Ren Mai – das Konzeptionsgefäß

Ren Mai, das Konzeptionsgefäß, ist auch bekannt als Zentralgefäß, Kontrollgefäß oder Dienergefäß.

Sein äußerer Verlauf tritt am Damm an die Oberfläche und verläuft über die Mitte der Körpervorderseite bis unter die Unterlippe. Dort verschwindet es wieder unter die Oberfläche und verbindet sich am Gaumen mit dem Lenkergefäß, auch als Gouverneursgefäß bekannt.

Im Touch for Health arbeiten wir mit dem Zentralgefäß als der Mutter aller Yin-Meridiane. Vor jeder Balance werden beiden Gefäße mit Muskeltest geprüft. Bei einer schwachen Muskelantwort wird das Gefäß mit unterschiedlichen Techniken „eingeschaltet“.
Dr. John F. Thie, Begründer von Touch for Health, verwendete den Supraspinatus-Muskel (Obergrätenmuskel) zur Arbeit mit dem Zentralgefäß.
Auch die Technik des „Auf-Ab-Auf-Windes“ hängt mit dem Energiefluss im Zentralgefäß zusammen.

Es wird, je nach Methode, mit unterschiedlichen Richtungen des Energieflusses gearbeitet.
In der Kinesiologie verstehen wir, dass der Energiefluss der beiden Gefäße vom Schritt bis zu den Lippen von unten nach oben verläuft.
Im Qi Gong spricht man vom kleinen Energiekreislauf, bei dem die Flussrichtung auf der Körpervorderseite von oben nach unten und auf der Körperrückseite von unten nach oben gesehen wird und sich daraus dieser Kreislauf ergibt.

Das ist kein Widerspruch. Wichtig in meiner und deiner energetischen Arbeit ist der Fokus. Als Energiearbeiter müssen wir wissen, welche Technik wir gerade anwenden und welche Sprache wir mit dem Körper sprechen. Dann hat diese Arbeit immer Erfolg.

Seit dem Jahr 1997 verwende ich die Kinesiologie dazu, das auszugleichen, was mich körperlich und mental bremst. Mit dem ewig währenden Rad der 5 Elemente Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser verstehe ich die Not-Wendig-Keit des Ausgleichs mit kinesiologischen Methoden noch besser. Das teile ich gern mit meinen Klienten und allen Interessierten.

Kinesiologin Nicole Bernhauser

Nicole Bernhauser

Ich bin auf dem guten Weg zum Verstehen, Spüren, Annehmen, Loslassen und Genießen.
Seit 2015 bin ich selbstständige und unabhängige Kinesiologin, seit einiger Zeit auch Touch for Health, Hyperton-X und Brain Gym® Instruktorin im Murtal.
Als Vorsitzende des Österreichischen Berufsverbandes für Kinesiologie, ÖBK, arbeite ich seit Oktober 2022 mit einer Gruppe von starken Frauen für die Qualitätssicherung und Bekanntheit der Kinesiologie in Österreich und darüber hinaus. Im Jahr 2024 beginnt meine Mitarbeit im Vorstand von KT-Austria, Dachverband für Komplementäre Therapien und Methoden Austria.

Meine zweite Leidenschaft ist das Schreiben und Korrigieren von Texten in meiner Schreibstube Bernhauser.

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Kinesiologin Nicole Bernhauser

Wo komm ich her, wo bin ich zuhaus

Gelernt hab ich Tourismus in Kleßheim und war gern unterwegs auf Saison und in einigen Tourismusverbänden. Noch vor der Jahrtausendwende wurde ich sesshaft und bin ins Murtal zurückgekehrt.
Schon früh lernte ich die Kinesiologie kennen, machte eine Mentaltrainer Ausbildung und hielt Kurse.
Dann war es Zeit für Familie. Und wenn ich etwas mache, dann ausführlich. Begleitet von Kinesiologie haben wir viel geschafft und viel erlebt.
Heute unterrichte ich selbst Kinesiologie, in Judenburg und bei namhaften Ausbildungsinstituten, und unterstütze Menschen auf ihrem Weg zu sich selbst.

Mit meiner zweiten Leidenschaft, dem gezielten Einsatz von Buchstaben und Wörtern, betreibe ich die Schreibstube Bernhauser. Dabei habe ich meine Schwäche, Details rasch zu erkennen (die Fehler springen mich an), zu meiner Stärke gemacht.

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